Lohnsteuerfreibeträge für 2010 und 2011

Jetzt beginnt die Zeit, in der die Behörden die neuen Lohnsteuerkarten zustellen. Doch bevor man diese ins Personalbüro weiterleitet, sollte man sich unbedingt noch den ein oder anderen möglichen Freibetrag vom Finanzamt bestätigen bzw. eintragen lassen.

Hierfür ist ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung nötig. Dies hat den Vorteil, das man die zuviel gezahlte Steuer nicht erst am Jahresende mittels Einkommensteuererklärung geltend machen kann, sondern durch die entsprechenden Freibeträge monatlich bereits mehr Netto vom Brutto im Geldbeutel hat.

Voraussetzung hierfür sind sehr hohe Kosten in einem bestimmten Bereich. Hierzu zählt ein neuer PC, die längere Wegstrecke zur Arbeitsstelle, doppelte Haushaltsführung oder aber eine Dienstreise.

Der Nachteil hierbei ist, dass bei der jährlichen Einkommensteuererklärung dann nicht mehr so viel erstattet wird. Dies empfinden viele Arbeitnehmer als Nachteil. Sie wollen lieber einmal jährlich eine höhere Erstattung haben, die sie dann für größere Anschaffungen einsetzen wollen. Die Freibeträge und somit monatlich mehr Geld sollte man nutzen, wenn man sonst mit seinem Nettogehalt nicht auskommt.

 

Doch die Eintragungen müssen auch belegbar sein, daher sollte man alle Belege sammeln. Viele Freibeträge werden nur einem ganz bestimmten Personenkreis zugeordnet. Dazu gehört der Behindertenfreibetrag oder der Kinderfreibetrag. Doch jeder Steuerzahler kann Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Wer es geschafft hat und diesen Antrag noch vor dem 30. November stellen konnte, für den lohnt sich der Dezember noch einmal richtig, weil der Freibetrag im letzten Monat des Jahres für das komplette Jahr berücksichtigt wird.

Doch leider können viele die Freibeträge gar nicht nutzen. So können z. B. für eine 5 km Strecke zur Arbeit keine  Werbungskosten angesetzt werden. Denn hierfür müßte die Pauschale von 920 Euro erreicht werden. Das gleiche gilt für die drei größten Posten Werbungskostenaußergewöhnliche Belastung und Sonderausgaben. Auch hier wird erst ab einem Gesamtbetrag von mindestens 600 Euro ein Freibetrag eingetragen.

Für die Kinderbetreuungskosten können unter bestimmten Voraussetzungen (unter 14 Jahren) bis zu zwei Dritteln (4000 Euro Höchstbetrag) pro Kind und Jahr geltend gemacht werden. Doch es muss bescheinigt werden, dass die Kinderbetreuungskosten wegen Krankheit, Behinderung, Berufstätigkeit/Ausbildung oder bei Alleinerziehung angefallen sind.

Bei Kleinkindern zwischen 3 und 6 Jahren sind die Kosten hingegen voll absetzbar. Doch es muss eine Rechnung oder Bescheinigung (Kindergartenbeiträge) vorgelegt werden.

UPDATE:

  • Weiterführende Informationen für das Jahr 2011 gibt es hier
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Ein Kommentar

  1. […] für das Studium auch von der Steuer absetzbar, man kann sich dies vom Finanzamt über die Einkommensteuererklärung […]

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