Startklar in die Walpurgisnacht – zwischen Tradition und Zerstörung

Heute ist der 30. April und es werden hier im Ort und wohl auch in ganz Deutschland Vorbereitungen und Vorkehrungen getroffen. Vorausgehend ist hier ja das Aufstellen des Maibaums auf dem Marktplatz, dass in unserer Region Oberpfalz von der örtlichen Feuerwehr übernommen wird. Doch die Tradition geht ja noch weiter.

Ein buntes Sammelsurium unterm Maibaum

Bei Anbruch der Dunkelheit werden von den Jugendlichen im Ort allerlei Gegenstände, die in der Gegend nicht niet- und nagelfest sind, zum Maibaum gebracht. Da finden sich dann am nächsten Tag Gartentore, Bänke, Blumenkübel, Mülltonnen und dergleichen wieder und man sieht verzweifelte Einwohner nach ihrem Eigentum forschen. Solche Aktionen haben auch meine Jugend begleitet und es hat auch immer recht viel Spaß gemacht. Doch die heutige Generation scheint bei altem Brauchtum wohl etwas falsch verstanden zu haben. natürlich kann man nicht alle Jugendlichen über einen Kamm scheren, das will ich auch nicht. Aber wenn diese Art Brauchtum schon mit blankem Vandalismus verwechselt wird, dann hörts doch auf.

Fremdes Eigentum zerstören hat nichts mit Tradition zu tun

Morgen kann man wieder durch die Straßen laufen, zerbrochene Blumenkübel, umgeworfene Mülltonnen, verschmierte Hausfassaden oder mit Farbe verzierte Autos sehen. Das muss dann wohl wirklich nicht sein, auch zahlreiche zerbrochene Bierflaschen oder ausgehobene Kanaldeckel sind keine Seltenheit. Ich muss hinzufügen, dass ich ja in keiner Großstadt lebe, sondern auf dem Land. Hier sollte das eigentlich nicht passieren. Ich bin gespannt. Ich will hoffen, dass die Polizei genug Präsenz zeigt und den Halbwüchsigen entsprechend die Schranken weißt, damit die traditionelle Wolperernacht auch das bleibt, was sie schon immer war- ein spaßiges beisammensein unterm Maibaum, fernab von Zerstörungen und Beschädigungen fremden Eigentums.

Nähere Informationen zur Walpurgisnacht gibts hier bei Wikipedia

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