Blogparade – Kinder im Haushalt

Tizian bei der Hausarbeit 2002

Es wird Zeit mal wieder an einer Blogparade teilzunehmen. Diesmal geht es um eine Aktion von Timm, der mit seinem Blog Netzblogger.net einmal das Thema Kinder im Haushalt durchleuchtet.

Das Thema an sich ist sehr interessant, denn man stellt sich schon des Öfteren die Frage, ob und wie man Kinder in den Haushalt mit einbringen kann.

Dies ist nur eines von zahlreichen interessanten Themen, die diese Blogparade beinhaltet.

Die Fragestellung lautete wie folgt:

  • Bindest du die Kinder (spielerisch) in den Haushalt mit ein und falls ja:
  • Ab welchem Alter findest du welche Hausarbeiten geeignet? Oder machst du lieber alles selber?
  • Haben deine Kinder feste Aufgaben oder sind sie z. B. aktiv eingeplant in einem Haushaltsplan?
  • Haben deine Kinder, wenn sie denn mitmachen, besondere Vorlieben und Abneigungen?

Klein Anja und der Haushalt

Bevor ich zur aktuellen Situation bei mir im Haushalt komme, möchte ich zuerst einmal meine Kindheit und Jugend durchleuchten. Ich war ein Einzelkind und muss zugeben, dass ich mich gern vor der lästigen Hausarbeit gedrückt habe. Das bedeutet, ich hab zwar viel geholfen, aber nur das gemacht, worauf ich Lust hatte. Hierzu zählten beispielsweise Staubsaugen, Wäsche aufhängen oder Helfertätigkeiten beim Kochen oder Backen.

Gehasst hab ich sämtliche Putzarbeiten wie wischen, Fenster putzen oder den Abwasch (natürlich hatte man vor 30 Jahren noch keine Spülmaschine), aber ich konnte mich nicht immer erfolgreich drücken und musste auch widerwillig diese Aufgaben ab und zu übernehmen.

Jetzt im Nachhinein denk ich mir, hätte ich mal mehr gemacht, dann hätte ich auch mehr gelernt. Ich krieg es bis heute noch nicht hin, ein Fenster streifenfrei zu putzen 😀 Mit 16 Jahren hatte ich dann quasi schon meinen eigenen Haushalt und wurschtelte mich irgendwie durch. Das hat ganz gut geklappt und heute bin ich schon irgendwie stolz auf mich 😉

Bei den eigenen Kindern macht man natürlich vieles besser und anders

Jetzt mit eigenen Kindern will man das alles natürlich ganz anders machen und die Kinder frühzeitig anlernen. Grundsätzlich gibt es wohl kein geeignetes Alter, man sollte den Wünschen der Kinder nachkommen und sie nicht ausbremsen. Die Vorlieben und Eignungen kommen dann ganz von selbst.

Tizian bei der Hausarbeit 2002

Mein Mittlerer wollte schon helfen, da konnte er kaum stehen. Wie man auf dem Bild sehen kann, gehörte auch bei ihm das Staubsaugen zur großen Leidenschaft. 10 Jahre später hat sich das mittlerweile allerdings relativiert und es geht immer ein Murren voraus. Aber er ist ganz klar für sein eigenes Zimmer verantwortlich.

Hierzu gehört das Entsorgen von Papiermüll und sonstigen Teilen, die sich in seiner Sammelwut dort aufschichten und das Saubermachen des Meerschweinkäfigs. Auch seine Kleidung muss er selbstständig zur Waschmaschine bringen, sein Geschirr in die Küche stellen und auch seinen Schrank einräumen – da bin ich streng 😀 Aber natürlich klappt das nicht immer und dieses „Ja, gleich!“ kann sich schon etwas in die Länge ziehen 😉

Wie man erkennen kann, bin ich diesbezüglich wohl doch nicht sehr streng. Ob das falsch oder richtig ist, wird sich später einmal zeigen. Gerade bei diesem Thema gehen die Meinungen im Haushalt Bergler / Lang doch sehr gewaltig auseinander.

Die anderen Kinder sind noch zu klein, aber ich werde ihnen nicht verbieten, mir in einigen Jahren einmal spielerisch zu helfen. Auch wenn es dann natürlich nicht so perfekt ist und man vielleicht nacharbeiten muss. Stolz sind die Kinder allemal, wenn sie den Tisch abgewischt (verschmiert) haben. Das sollte man auch lobend anerkennen.

Das Miteinander im Haushalt ist entscheidend

Abschließend bleibt anzumerken, dass Haushalt nicht nur allein die Angelegenheit der Mütter sein sollte. Je größer der Haushalt ist, desto mehr muss miteinander angepackt werden, sonst funktioniert das Familienmodell nicht und Frust staut sich auf. In diesem Sinne……

Pro und Kontra – Kinder und Haushalt

Wie sieht es bei Euch bezüglich Hausarbeit aus? Macht Ihr das ähnlich oder verfolgt Ihr ein anderes Modell? Ihr könnt Euch gern an der Blogparade beteiligen und Eure Erfahrungen schreiben. Es gibt natürlich auch etwas zu gewinnen. Gesponsort werden die Preise u. a. von weinglasringe.de, Nicoles Lederpuschen Paradies oder mytoys.de. Weitere Sponsoren sind natürlich gern gesehen.

Hier geht’s direkt auf die Seite von Timms Netzblogger. Hier kann man alle Teilnahmebedingungen noch einmal durchlesen, andere Beiträge lesen und selbstredend auch mitmachen.

Viel Spaß beim Stöbern.

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16 comments

  1. Meine Kids hatten immer feste Aufgaben. Ich habe auch mit denen gekocht. Deshalb können Sie heute, im Gegensatz zu vielen anderen Jugendlichen, auch kochen. :) Übrigens, ein „zu klein“ gab es bei mir nicht. Auch als Zwerge durften sie mitmachen.

  2. sabo sagt:

    Ich fand immer das Bild von dem Baby-Mopp so genial und dachte mir, ich müsste sowas mal nähen. Aber zwischen denken und Umsetzen waren die Kids dem krabbelalter entwachsen. War ich wohl nicht schnell genug 😀
    LG, Sabo

  3. Iris sagt:

    Mein Sohn hat im Alter von ca. 2 Jahren mit Hingabe Wäsche aus dem Trockner geholt und zusammengelegt. Ich musste mir immer schwer verkneifen, da sofort nachzuarbeiten, denn dann war er sehr verletzt.

    • Wortschubse sagt:

      Stimmt, dauert ja die Nacharbeit länger als es die eigentliche Arbeit erfordert, aber was macht man nicht alles um die Kleinen zu „fordern“ :)

    • Ich kann Deinen Sohn verstehen. Ich mag es auch nicht, wenn hinter mir her gearbeitet wird. Da gibt man sich solche Mühe …
      Liebe Iris, Deine Reaktion war da vollkommen richtig. :)
      LG Timm

  4. Bevor ich nioht mehr dazu komme, weil der Kleine meine Aufmerksamkeit braucht.
    Ich freue mich sehr über Deinen Artikel und das Du mit dabei bist. :)
    Das wollte ich nur schnell loswerden.
    Meinen Kommentar wirst Du noch bekommen. :)
    LG Timm

    • Wortschubse sagt:

      Hallo Timm,
      na der Kleine geht natürlich vor :) Ich wünsch Euch eine ruhige Zeit und ein schönes Wochenende :)
      LG
      Anja

      • Hallo Anja,
        ich probiere es jetzt einfach mal.
        Als einzelkind hattest Du bestimmt einige Vorzüge, was nicht nur den Haushalt betrifft, oder? Das ist jetzt wahrscheinlich die Bedienung eines Klischees aber mich interessiert es einfach. :)
        komisch, viele kinder machen irgendwie fast das gleiche im Haushalt. Erst sträuben und dann so tun, als würden sie tatsächlich freiwillig ohne Hintergedanken im Haushalt helfen. Oder hattest du wirklich Spaß dabei, den Staubsauger zu schwingen? :)
        Ich mochte den abwasch immer, selbst wenn es viel war. In der Zeit trocknete cih das Geschirr ab und räumte es in die Schränke. Währenddessen konnte ich immer in Ruhe mit meiner Mama und abundzu auch meinen Brüdern reden. Mein Papa war viel im Garten und mit den tieen beschäftigt. Deshalb traf man ihn nur selten mit dem Handtuch in der Hand. :)
        Tja. Learning by doing ist heutzutage „Mode“ bei den Ausbrechern von zu Hause. :) Nur selten wird wirklich einen Haushalt führen angelernt. Meine Mutter hat das früher richtig gelernt und auch ausgeübt. Sie war keine „putze“ sondern eine, wie man heute sagen würde, Hauswirtschafterin. Und das ist nicht leicht. Viele kleine und große Tricks habe ich von ihr lernen dürfen.
        Ok. Ich habe auch durch meine Lebens- und Berufserfahrung auch dazu gelernt …
        Ich gebe Dir Recht, das man die Kinder in ihren Wünschen nicht ausbremsen sollte, doch bei der Umsetzung bedarf es oft auch der knallharten Realität. 😉
        Ein klein wenig anstubsen kann nicht schaden. Wie sonst soll das Kind wissen, was es verpasst, wenn es dieses nicht voher kennenlernte. Also ruhig mal auffordern zum Helfen hat bestimmt noch nioemanden geschadet.
        Um so wichtiger finde ihc, das die Eltern die Vorlieben und Eignungen der Kinder durch Beobachtungen herausfinden sollten und nicht so, wie sie es sich erhofften.

        Dein Süßer sieht schon süß aus, mit dem Staubsauger. Richitg glücklich. :)
        Manche Eltern würden da Panik bekommen. Was da nicht alles mit dem Sauger passieren kann …
        Immerhin hat es 10 Jahre gebraucht, bis der“Normalzustand“ eintrat. 😉
        Ich finde es gut, wie du Deinem kind Verantwortung überträgst. Das ist unheimlich wichtig. Auch Meerschweinchen wollen gepflegt werden und neue saubere Unterhosen soll es doch auch geben. :)
        Mmh. Das „Ja, gleich“ kenne ich. Hier fällt mir immer nur der Satz ein:
        „Alles ist relativ.“
        Wie lange ein sofort sein kann, ist auch immer wieder erstaunlich.
        Letztlich zählt die Unterstützung, das Aufzeigen von Grenzen aber auch das Einsetzen von viel Vertrauen gepaart mit der Hoffnung, dass sie nicht allzu stark enttäuscht wird.
        So wie Du dich beschreibst, wird das schon – es wird alles gut. :)
        In deiner Meinung, das Haushalt ein Familienthema ist, stehe ich voll hinter Dir. :)
        Leider wird es zu schnell auf die Mutter abgeschoben. Das klassicshe Modell ist noch immer präsent. Denn noch immer ist der Vater dn ganzen Tag arbeiten (außer er hat Glück) und möchte, wenn er um 19 Uhr nach Hause kommt, nur noch entspannen, das kind sehen und dann wieder schlafen gehen.
        Kaum ein Mann wird da um Mitternacht noch Staubsaugen oder Wäsche waschen. :)
        Ok, ich mache das abundzu. Aber ich bin da wirklich die Ausnahme.
        Da können die Frauen noch so „Emanzipation“ schreien … :)

        Liebe Anja, vielen Danke für Deinen tollen Artikel und dem Aufruf zum Mitmachen. :)
        Nur eine kleine Anmerkung an alle Teilnehmer: Es wäre schön, wenn die Sponsoren verlinkt würden. 😉
        In diesem Sinne noch eine gute Nacht und ich freue mich auf das nächste Mal. :)
        LG Timm

  5. Wortschubse sagt:

    Hallo Timm,
    zuerst mal vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Der ist ja fast länger wie mein Artikel 😀

    Zum Thema Sponsoren. Sorry, das hatte ich falsch verstanden. Du hast in deinem Beitrag geschrieben, dass man die Sponsoren unter den eigenen Artikel kopieren sollte 😉 Aber ich habs nun mal wunschgemäß abgeändert :)

    Ja ich war ein verzogenes Einzelkind 😀 Ich fands aber immer blöd, hätte gern Geschwister gehabt. Bei meinen Freundinnen und ihren Geschwistern wars immer lustig 😉 Auch heute fehlen mir Geschwister irgendwie, weil ja dadurch die Familie auch nicht so groß ist und auch meinen Kindern fehlen die Onkel und Tanten. Aber man gewöhnt sich wohl an alles.

    Ob ich wirklich irgendwelche Vorteile hatte, kann ich nicht beurteilen, ich kannte es ja nicht anders. Aber ich hab mir sagen lassen, dass ich in meiner Kindheit doch meinen Egoismus sehr ausgebaut habe 😀

    Ach ja, ich sollte übrigens noch berichtigen, dass mein Mann auch im Haushalt hilft, er nur nicht soviel machen darf, weil ich alles oder das meiste unter meiner Fuchtel habe 😀

    • Hallo Anja,
      irgendwie dachte ich, das es mit den Sponsoren klar ausgedrückt wurde aber siehst, doch nicht. 😉
      Ist doch nur fair ihnen gegenüber. …

      Es ist schade, das du keine weiteren Geschwister hattest. Ich bin froh, zwei Brüder zu haben. Leider ist der größere direkt nach der Schule weg aus Berlin zur Ausbildung um dann dort seine heutige Frau kennenzulernen. Das war sehr schade. so blieb mir nicht soo viel Zeit mit ihm. Mein zweiter Bruder studierte und lebt jetzt in Baden Württemberg.
      Beide weg und das finde ich schon sehr traurig.
      Aber die Zeit, als ich mit beiden auf dem Bolzplatz war, die war richtig klasse.
      auch die gemeinsamen Reisen an die Ostsee auf den Bauernhof sind für mich unvergessliche Erlebnisse.
      Gerne hätte ich dir diese Erfahrungen auch gegönnt, doch bin ich mir sicher, dass du als Einzelkind in vielen Situationen einen Vorteil hattest (wenn ich das mal so nennen darf), denn du musstest mit niemanden teilen. 😉

      Übertriebener Egoismus ist heutzutage voll im Trend. Mache dir also keine Sorgen. Du bist da bestimmt kein Einzelfall. 😉

      Jaja, die Frauen. Rufen nach Emanzipation wollen aber doch nicht, das der Mann im Haushalt hilft. Nur nach außen hin, wird dieses Bild so schön gewünscht, oder? 😉
      LG Timm

      • Wortschubse sagt:

        Ok, das ist natürlich blöd, wenn die Geschwister so weit weg wohnen und ein spontanes Treffen oder ein Kurzbesuch nicht so ohne Weiteres möglich sind, aber immerhin hat man noch jemanden aus seinem Clan 😉

        Ich hab die Emanzipation nicht erfunden, bin auch nicht unbedingt so erpicht darauf 😀 Klar darf ein Mann helfen, aber mir nicht in Küche und Wäsche reinreden 😉 Männer sind für das Haus, den Garten und das Auto zuständig, da gibts immer genug zu tun 😀 Oh je, ich kling schon wie so ein alter Hausdrachen 😀 nein das bin ich nicht 😉

        Stimmt, ich musste mit niemanden teilen, hab auch fast immer das bekommen, was ich wollte – aber ich glaub, ich habs nie bis zum Letzten ausgenutzt. Aus mir ist trotzdem was geworden 😀

        LG

  6. MelleD sagt:

    Meine Kinder durften auch schon immer kindgerechte Aufgaben im Haushalt erledigen. „Stolz sind die Kinder allemal, wenn sie den Tisch abgewischt (verschmiert) haben.“ da musste ich echt lachen. 100% auf den Punkt gebracht.

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