Wenn die Katze einsam ist

Katze Portrait - Pixabay

Wer Katzen liebt, für den ist eine Wohnung erst dann ein zu Hause, wenn mindestens ein schnurrender Stubentiger dort residiert. Eine Katze ist für viele Singles der ideale Mitbewohner, weil sie genauso unabhängig ist, aber doch im gewissen Maße Zuwendung und Nähe gewährt.

Trotzdem sind viele Menschen unsicher, ob sich ein samtpfötiger Mitbewohner mit ihrer Berufstätigkeit verträgt.

Eine Einzelkatze langweilt sich recht schnell

Richtig ist, dass eine Katze, die zu oft und zu viel allein ist, ziemlich schwierig werden kann, weil sie sich, besonders wenn es sich um eine reine Wohnungskatze handelt, oft unliebsame Beschäftigungen sucht, wenn sie sich langweilt. Zerkratzte Möbel, zerfetze Polstermöbel sind oft ein Zeichen dafür, dass die Mieze sich entsetzlich langweilt, weil Herrchen oder Frauchen den ganzen Tag weg sind und abends auch wenig Zeit haben.

Wer sein Leben mit einer Katze teilen möchte und sie auf ein so enges Terrain wie eine Wohnung beschränkt, sollte dafür sorgen, dass sie beschäftigt ist und sich nicht einsam fühlt, wenn man selbst unterwegs ist.

Ein Spielgefährte für den Stubentiger

Die beste Lösung ist es, dem Sofatiger einen Gefährten zu geben, mit dem er oder sie spielen, schmusen und schlafen kann. Wenn man noch keine Katze hat, sollte man gleich zwei Welpen aus einem Wurf zu sich nehmen oder Mutter und Tochter oder Sohn. Die Katzen haben dann bereits eine Bindung und man muss sie nicht erst aneinander gewöhnen. Der Aufwand ist auch nicht viel größer als bei der Haltung einer Katze, es ist eine Freude zu beobachten, wie die Katzen miteinander spielen und man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn es abends einmal später wird.

Katzenfamilie - Pixabay

Katzenfamilie – Pixabay

Ist schon eine Katze vorhanden und man möchte ihr einen Gefährten geben, wird die Sache komplizierter. Manche Katzen können sich einfach nicht leiden, das Beste, was man in diesem Fall nach wochenlangem Kleinkrieg mit vielen Drohgebärden und gekreischte erreichen kann, ist, dass die beiden sich tolerieren und vielleicht manchmal miteinander spielen. Richtig mögen werden sie sich nie.

Es kann jedoch auch sein, dass sich die alte und die neue Katze nach ein paar Tagen richtig gut verstehen, miteinander spielen und sogar miteinander kuscheln. Dann hat man richtig Glück gehabt und fortan zwei glückliche Sofatiger.

Die Eingewöhnungszeit ist oftmals schwierig

Leider gibt es keine Möglichkeit, vorher zu wissen, welche Katzen sich mögen werden. Man muss sich überraschen lassen und sollte sich nicht so sehr von den lautstarken Aktivitäten der ersten Tage beeindrucken lassen. Hier hilft nur „Augen zu und durch“, meist hören sich die Auseinandersetzungen viel schlimmer an, als sie sind.

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen es gar nicht möglich ist, die Katzen aneinander zu gewöhnen, denn wie bei den Menschen gibt es auch bei Katzen strikte Einzelgänger. Dann muss man die Katzen leider trennen und für das neu hinzugekommene Tier ein gutes Plätzchen suchen.

Meistens haben sich die Katzen jedoch nach einigen Wochen aneinander gewöhnt. Auch wenn sie sich nur akzeptieren – dann haben sie zumindest tagsüber einen Artgenossen, mit dem sie auf Katzenart kommunizieren können, und die Abwesenheit von Herrchen oder Frauchen ist nicht ganz so schlimm.

Entsprechende Vorkehrungen treffen

Beide Katzen oder Kater sollten kastriert bzw. sterilisiert sein – auch das erleichtert das Zusammenleben, es sei denn, man möchte züchten. Spätestens, wenn ein Katerchen geschlechtsreif wird, ist es höchste Zeit für diesen Schritt, den man allein schon wegen der Geruchsbelästigung durch die Reviermarkierung gehen sollte.

Auch bei Kätzinnen sollte man nicht zu lange warten. Ob man hier die erste Rolligkeit abwarten sollte, wird kontrovers diskutiert. Sicher ist, dass die Katze kastriert werden muss, da sie sonst ständig rollig ist und somit unter großem Stress steht. Sie lebt viel zufriedener, wenn sie diesem hormoneller Zustand nicht ausgesetzt ist.

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9 comments

  1. Budo sagt:

    Ich kenne diese Problematik nur zu gut! Hatte selbst lange eine Katze, da wir aber mehrmals umgezogen sind, hab ich sie an einen Freund abgeben müssen. Ich konnte auch beobachten, dass Katzen sich nur sehr schwer eingewöhnen könnnen, vor allem wenn es sich um Hauskatzen handelt.

  2. Der Artikel ist sehr gut und du hast recht man sollte 2 Katzen aus dem selben Wurf nehmen da sie sich nicht immer ohne Probleme zusammen setzen lassen. Am besten ist es aber auch wenn 2 mit dem selben Temperament hat. Wir haben das Glück nicht. Der eine ist aufgeweckt und der andere recht ruhig. Sie können selten zusammen toben und spielen.

  3. Sarah sagt:

    Katzen sind halt auch große Opportunisten, was auf die eine zutrifft, gilt nicht für die andere….. allgemeine Charakterbeschreibungen funktionieren nicht.

  4. Minnja sagt:

    Ich habe 2 Katzen, eine ganz junge und eine ältere Dame. Sie harmonieren GsD sehr gut miteinander. Aber ich keine leider aus dem Bekanntenkreis, dass dies nicht die Regel, da sich oft die Tiere nicht so gut verstehen.

  5. Herzblatt sagt:

    Ja, einige Katzen leben lieber alleine, das kommt aber oftmals erst wenn sie die Pupertät hinter sich haben. In wirklich extremen Fällen ist es dann besser man nimmt die Katze die lieber allein ist raus aus der Wohnung. Das ist für die Besitzer dann zwar schmerzhaft, aber besser für das Tier…

  6. Petra sagt:

    Also unsere Katze Susi ist mittlerweile drei Jahre. Da eine Bekannte einen Wurf bekommen hat und leider Probleme bei dem Abgeben der Tiere hatte, haben wir uns bereit erklärt ein Kätzchen zu übernehmen. Am Anfang war Susi ein bisschen skeptisch, aber mittlerweile verstehen sich die beiden total super! Ich denke, ob lieber allein oder zu zweit hängt wirklich total vom Charakter der Katze ab. Ist wohl ein bisschen so wie bei uns Menschlein. Gruss Petra

  7. kleinerzwerg sagt:

    ich kenne es..eine katze hat nur blödsinn angestellt alleien,seitdem ich 2 habe ich alles super..man ist ja auch nicht gerne alleine..oder

  8. Mark sagt:

    Alleinige Katzen haben bei mir ganz schön die Bude zerfetzt. Jetzt wo ich einen Spielgefährten und entsprechend auch mehr Spielzeug geholt habe, beschäftigen sich die beiden Fellnasen den ganzen Tag miteinander, schmusen zusammen und tollen herum. Die Wohnung dankts mir. Ich kann jedem Katzenbesitzer nur zu zwei Lieblingen raten.

    Gruss, Mark

  9. Daniel sagt:

    Hallo, ich muß auch gerade die Erfahrung machen das sich meine Katzen nicht aneinander gewöhnen wollen. Aber ich mache es mal so wie du „Augen zu und durch“ wird schon werden.
    Danke für die Bestätigung

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