Schadstoffe Spielzeug

Schadstoffe in Kinderspielzeug

Keiner ist frei von Schadstoffen und auch die Sitz- und Liegeeigenschaften Erfüllen die Erwartungen nicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe von Test, für die sie Kinderwagen zu. 

Kinderwagen und Schadstoffe
 

Eltern wollen für ihr Kind nur das Beste, und das natürlich auch in puncto Kinderwagen. Dieser sollte nicht nur schön und funktional, sondern auch schadstofffrei sein. Die Zeitschrift Öko-Test hat in Ausgabe 6/ 2011 zehn Kinderwagen auf Herz und Nieren geprüft und kam dabei zu folgendem Ergebnis: Die Kinderwagen steckten voller schädlicher Substanzen, wie z.B. PAK oder das Kontaktallergen Triphenylphosphat.
 

Die Tester fanden in den Griffen, Gurten, Bezügen und Regenhauben unter anderem kritische Phthalat-Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese können vom Körper aufgenommen werden und wirken teilweise krebserregend und fortpflanzungsgefährdend.

Die Kinder nehmen häufig Dinge in den Mund und Eltern kommen über die Griffe mit diesen Stoffen in Berührung. In Kinderspielzeugen sind Weichmacher verboten. Es sind nicht nur Schadstoffe in Griffen und Gurten, die Eltern Sorgen bereiten sollten. Kaufen Sie einen Kinderwagen bei dem möglichste viele Teile, mit denen das Baby in Kontakt kommt, abgenommen und gewaschen werden können. Waschen Sie diese auf jeden Fall nach einen Neukauf. Gebrauchte Kinderwagen enthalten häufig übrigens auch weniger Schadstoffe, da diese im Laufe der Zeit schon verflogen sind. Vor dem Kauf sollten Sie die aktuellsten Testergebnisse hinsichtlich der Schadstoffbelastung Ihres Wunschmodells prüfen.

Die aktuellsten Kinderwagen Tests von Stiftung Warentest (2009) und Ökotest (2011) haben leider wieder gezeigt, wie viele Schadstoffe immer noch in einigen Kinderwagen Modellen zu finden sind. Ein Skandal, wenn man bedenkt, dass Babys mit diesen teilweise sehr giftigen Stoffen in Berührung kommen. Wer jetzt glaubt, dass Sicherheit und Stabilität die einzigen Auswahlkriterien sein sollten, der täuscht sich gewaltig.

Auch traurig, aber wahr: Die Mehrzahl der Spielsachen für Kinder unter drei Jahren, die die Stiftung Warentest nun auf Sicherheit geprüft hat, sind mit Giftstoffen belastet. Egal, ob Holzeisenbahn, Puppe, Plüschtier oder Traktor: Mehr als 80 Prozent der geprüften Spielzeuge ist mit gesundheitsgefährdenden Schadstoffen belastet. Zwei Drittel sogar stark bis sehr stark. Schlimmer noch: 5 von 50 Spielzeugen setzen die Kinder beim Spielen einer direkten Gefahr aus, weil sich bei ihnen Einzelteile lösen können, die Kinder leicht verschlucken. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der November-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, für die sie die Sicherheit von Spielzeug für Kinder unter drei Jahren getestet hat. Die Hälfte der getesteten Produkte stammt aus China. Erst 2007 wurde in China hergestelltes Spielzeug millionenfach zurückgerufen. Auf das CE-Zeichen, mit dem der Hersteller behauptet, dass er alle EU-Richtlinien für das Produkt einhält, ist laut test wenig Verlass. Es ist bei Spielzeug Pflicht und stand deshalb auf jedem der 50 geprüften Produkte.

Die am häufigsten gefundenen Schadstoffe, mit denen das Spielzeug fast immer deutlich, stark oder sehr stark belastet war, waren PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Phthalate, Formaldehyd, Nonylphenol, Schwermetalle oder zinnorganische Verbindungen.

PAK – drei Buchstaben, hinter denen sich ein ernstes Problem verbirgt. ÖKO-TEST findet diese Schadstoffe immer wieder in den verschiedensten Alltagsprodukten. Die Palette reicht von Kinderzahnbürsten über Beißringe, Wickelauflagen, Gummistiefel, Spielzeug, Fahrradkindersitze, Laufräder und Matschhosen bis hin zu Haartrocknern, Damensneakers, Freizeitsandalen, Pulsmessern, PVC-Bodenbelägen und Radiergummis. Das Frankfurter Verbrauchermagazin fordert deshalb schon lange ein Verbot dieser gefährlichen Schadstoffe.

Was sich hinter den Schadstoffen verbirgt: 
 

Entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen und können Hornhautschädigungen hervorrufen sowie die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen.
Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserregend (z. B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs sowie Magen- und Darmkrebs bzw. Blasenkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.
 

Auch unter dem Überbegriff Halogenorganische Verbindungen tummeln sich mehrere tausend Stoffe, die Chlor, Brom oder Jod enthalten. Etliche haben ein hohes Allergiepotenzial, manche stehen unter dem Verdacht, dass sie Krebs auslösen können.

Auch Fahrradanhänger sind sicher, aber enthalten zu viele gesundheitsschädliche Stoffe.
Mit kleinen Kindern und Fahrrad unterwegs, da sind Fahrradanhänger eine natürlich Gute Wahl. Der Nachwuchs ist darin sicherer aufgehoben als auf dem Kindersitz, so die Experten der Stiftung Warentest.
 

Die Anhänger sind wie eine Art Kokon, der das Kind bei einem Aufprall durch Pufferzonen schützen kann. Keiner der sieben Anhänger im Test kippte um, als der Radfahrer stürzte. Doch nicht alle überzeugten in puncto Sicherheit und Komfort fürs Kind.
Fahrradanhänger schützen Kinder vor Wetter aber das Material ist oft voller Schadstoffe. Schadstoffe hätten in Fahrradanhängern nichts zu suchen. Diese Stoffe stehen bereits seit längerem im Verdacht Krebs zu erregen. Gefunden wurden so genannte polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (kurz: PAK), allerdings in unterschiedlich hohen Konzentrationen.

Hauptkritikpunkt der Tester: In Gurten, Polstern und Schiebegriffen, aber auch in Regenschutz, Seitenwänden und Sichtfenstern fanden sie sehr viele Schadstoffe – vor allem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phtalate (Weichmacher), die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen und das Erbgut zu verändern. Vier der getesteten Anhänger enthielten so viele Schadstoffe, dass sie die Note „mangelhaft“ bekamen. Im Grunde gibt es zwei Grenzwerte für die PAKs, wenn sie mit Kinderhänden in Berührung kommen können: 0,2 mg/kg und 10 mg/kg. Der erste Grenzwert gilt für Materialien, die Kids andauernd und regelmäßig in den Mund nehmen, also beispielsweise Schnuller oder Beißringe. Der zweite Grenzwert bei 10 mg/kg.
 

Laut dem ADFC ist die Beförderung der Kinder mit einem Fahrradanhänger sicherer als mit einem Kindersitz auf dem Gepäckträger. Wer jetzt glaubt, dass Sicherheit und Stabilität die einzigen Auswahlkriterien sein sollten, der täuscht sich gewaltig. Der Fahrradanhänger Test der Stiftung Warentest (test 05/2010) deckt auf, dass eine erschreckende Anzahl von Anhängern mit Schadstoffen belastet ist. Von neun getesteten Kandidaten sind nur fünf weniger bedenklich für die Gesundheit der Kids. 

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